
Fußball und Demokratie – was verbindet sie?
Fußball ist weit mehr als ein Spiel. Er schafft Identität, weckt Emotionen und bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen. Damit ist Fußball immer auch gesellschaftspolitisch relevant.
Die Fußball-WM 2026 hat erneut gezeigt, wie eng Sport, Politik und Wirtschaft miteinander verbunden sind. Milliardenumsätze, Sponsoren und geopolitische Interessen treffen auf Fragen nach Menschenrechten, Korruption und demokratischen Grundwerten..
Doch Fußball kann auch ein Ort gelebter Demokratie sein. Auf dem Platz werden Respekt, Fairness, Verantwortung, Teamgeist und gemeinsame Regeln unmittelbar erfahrbar. Gerade für Kinder und Jugendliche schafft Sport Räume für Selbstvertrauen, Zugehörigkeit und Teilhabe.
Integration durch Sport
Initiativen wie Kicken ohne Grenzen zeigen, welches Potenzial Fußball für Integration und Chancengerechtigkeit hat. Unabhängig von Herkunft oder schulischen Leistungen können Jugendliche Gemeinschaft erleben, eigene Fähigkeiten entdecken und Verantwortung übernehmen.
Fußball als Spiegel der Gesellschaft
Sport war nie unpolitisch. Er wurde und wird für Propaganda, wirtschaftliche Interessen und politische Einflussnahme genutzt. Gleichzeitig kann Fußball gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und ein Zeichen gegen Rassismus, Sexismus und Ausgrenzung setzen..
Wie demokratisch ist der Fußball?
Während das Vertrauen vieler Menschen in demokratische Institutionen sinkt, steht auch der Fußball vor großen Herausforderungen: Rassismus, Sexismus, Gewalt, Kommerzialisierung und politische Einflussnahme gehören ebenso zur Realität wie beeindruckende Beispiele für Integration, Zivilcourage und gesellschaftliches Engagement.
Wie kann Fußball demokratische Werte vermitteln? Wo liegen seine Chancen und Grenzen? Welche Verantwortung tragen Vereine, Verbände, Politik und Zivilgesellschaft?
Über diese Fragen diskutieren wir mit Expert:innen aus Wissenschaft und der Praxis.
Vortragende/Diskutant:innen
Geschichte und Politik des Fußballs
+ Mario Kubista, Mitautor der Publikation „Von der Praterbahn zum Praterstadion“
Integration und Jugend
+ Vertreter:in von Kicken ohne Grenzen
+ Hossna Hosseini, studiert Wirtschaftsinformatik an der WU Wien, Youth Leaderin bei Breaking Grounds,
Fußball und Gesellschaft
+ Vertreterin zum Thema Frauen und Fußball
+ Georg Spitaler, Politologe und Historiker. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Verein für Geschichte der Arbeiter:innenbewegung (VGA); Zahlreiche Publikationen zu den Forschungsschwerpunkten Arbeiter:innengeschichte, Politische Theorie und Cultural Studies, Fragen des Politischen im Sport.



Mitgestalten und verteidigen
Demokratie braucht aktive Bürgerinnen und Bürger, die für demokratische Werte einstehen und diese leben. Wir wollen mithelfen, unsere Demokratie lebendig und attraktiv zu erhalten. Wir wollen antidemokratische Tendenzen im gesellschaftlichen Diskurs und im politischen Alltagsgeschäft als solche benennen. Wir wollen so die Demokratie mit all unseren individuellen Möglichkeiten gegen die Angriffe von antidemokratischen Kräften verteidigen.
Stimme erheben
Wir wollen dazu ermutigen, dass möglichst viele Menschen in ihrem persönlichen Umfeld und nach ihren individuellen Möglichkeiten mit Mut und Respekt ihre Stimme erheben, sich in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen und so dazu beitragen, dass auch in Zukunft die demokratischen Kräfte in Österreich die Mehrheit bilden und alle autoritären, rechtsextremen Tendenzen eine klare Absage erhalten.
Wirksam sein statt resignieren
Wir wollen mit unserer Initiative zeigen, dass es in einer Demokratie auf jede Einzelne und jeden Einzelnen ankommt, dass sich politisches Engagement lohnt, und dass wir alle etwas bewirken können – egal, wie klein auch immer unser Beitrag sein mag, den wir leisten. Denn in Summe bringt uns das gemeinsam dem Ziel näher: Einer dynamischen und demokratischen Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, in der Zusammenhalt und Solidarität mehr zählen als sich gegenseitig schlecht zu machen und gegeneinander zu hetzen.




















