
Fußball und Demokratie – was verbindet sie?
Fußball ist weit mehr als ein Spiel. Er bewegt Milliarden Menschen, schafft Identität, weckt Emotionen und bringt Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen. Gerade deshalb ist Fußball immer auch gesellschaftspolitisch relevant.
Die Fußball-WM 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie eng Sport, Politik und Wirtschaft miteinander verflochten sind. Austragungsorte, Sponsoren, Milliardenumsätze und geopolitische Interessen prägen den internationalen Fußball ebenso wie Fragen nach Menschenrechten, Korruption und demokratischen Grundwerten. Was einst als Volkssport begann, ist heute ein globales Geschäft, in dem sportliche Ideale oft von wirtschaftlichen und politischen Interessen überlagert werden.
Doch Fußball erzählt auch eine andere Geschichte.
Fußball als Schule der Demokratie
Auf dem Fußballplatz werden Werte erlebbar, die für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar sind: Respekt, Fairness, Verantwortung, Teamgeist und die Einhaltung gemeinsamer Regeln. Hier begegnen sich Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder sozialem Status. Fußball schafft Begegnung, Zugehörigkeit und Teilhabe.
Gerade für Kinder und Jugendliche kann Sport ein geschützter Raum sein, in dem sie Selbstvertrauen entwickeln, Verantwortung übernehmen und erfahren, dass jede und jeder Teil eines Teams ist
Kicken ohne Grenzen – Integration durch Sport
Rund 45 Prozent der Jugendlichen blicken mit Sorge in ihre Zukunft. Fußball bietet einen niederschwelligen Zugang zu Gemeinschaft und Erfolgserlebnissen – unabhängig von schulischen Leistungen oder sozialer Herkunft.
Die Initiative Kicken ohne Grenzen stärkt junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung und fördert Chancengerechtigkeit, Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Jugendliche lernen, ihre Fähigkeiten zu entdecken, Verantwortung zu übernehmen und so ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.
Wie demokratisch ist der Fußball?
Während das Vertrauen vieler Menschen in demokratische Institutionen sinkt, steht auch der Fußball vor großen Herausforderungen: Rassismus, Sexismus, Gewalt, Kommerzialisierung und politische Einflussnahme gehören ebenso zur Realität wie beeindruckende Beispiele für Integration, Zivilcourage und gesellschaftliches Engagement.
Wie kann Fußball demokratische Werte vermitteln? Wo liegen seine Chancen und Grenzen? Welche Verantwortung tragen Vereine, Verbände, Politik und Zivilgesellschaft?
Über diese Fragen diskutieren wir mit Expert:innen aus Wissenschaft und der Praxis.
Vortragende/Diskutant:innen
Geschichte und Politik des Fußballs
N. N., Herausgeber der Publ. „Von der Praterbahn bis zum Hanappistadion“
Integration und Jugend
N. N., Vertreter:in von Kicken ohne Grenzen
Hossna Hosseini, studiert Wirtschaftsinformatik an der WU Wien, Youth Leaderin bei Breaking Grounds,
Fußball und Gesellschaft
N. N., Vertreterin zum Thema Frauen und Fußball
Priv.-Doz. Dr. Georg Spitaler, Politologe und Historiker. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung (VGA); Zahlreiche Publikationen zu den Forschungsschwerpunkten Arbeiter:innengeschichte, Politische Theorie und Cultural Studies, Fragen des Politischen im Sport.



Mitgestalten und verteidigen
Demokratie braucht aktive Bürgerinnen und Bürger, die für demokratische Werte einstehen und diese leben. Wir wollen mithelfen, unsere Demokratie lebendig und attraktiv zu erhalten. Wir wollen antidemokratische Tendenzen im gesellschaftlichen Diskurs und im politischen Alltagsgeschäft als solche benennen. Wir wollen so die Demokratie mit all unseren individuellen Möglichkeiten gegen die Angriffe von antidemokratischen Kräften verteidigen.
Stimme erheben
Wir wollen dazu ermutigen, dass möglichst viele Menschen in ihrem persönlichen Umfeld und nach ihren individuellen Möglichkeiten mit Mut und Respekt ihre Stimme erheben, sich in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen und so dazu beitragen, dass auch in Zukunft die demokratischen Kräfte in Österreich die Mehrheit bilden und alle autoritären, rechtsextremen Tendenzen eine klare Absage erhalten.
Wirksam sein statt resignieren
Wir wollen mit unserer Initiative zeigen, dass es in einer Demokratie auf jede Einzelne und jeden Einzelnen ankommt, dass sich politisches Engagement lohnt, und dass wir alle etwas bewirken können – egal, wie klein auch immer unser Beitrag sein mag, den wir leisten. Denn in Summe bringt uns das gemeinsam dem Ziel näher: Einer dynamischen und demokratischen Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, in der Zusammenhalt und Solidarität mehr zählen als sich gegenseitig schlecht zu machen und gegeneinander zu hetzen.




















